Rat der Gemeinden und Regionen Europas
 

EU Kohäsionspolitik 2014-2020

Nachdem die gut zweieinhalb Jahre währenden Verhandlungen zum mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für den Zeitraum 2014 bis 2020 zum Abschluss gebracht werden konnten, konnte das Europäische Parlament (EP) am 20. November 2013 nun auch über die Verordnungen zur künftigen Struktur- und Kohäsionspolitik der EU, die rund ein Drittel des EU-Budgets ausmacht, abstimmen.

Der MFR sieht für 2014 bis 2020 960 Milliarden Euro vor. Hiervon entfallen 325 Milliarden auf den Bereich Wettbewerbsfähigkeit für Wachstum und Beschäftigung, also der Struktur- und Kohäsionspolitik. Zu den größten Posten zählen der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Europäische Sozialfonds (ESF).

Von den 325 Milliarden Euro entfallen 164 Milliarden auf die weniger entwickelten Regionen der EU, das heißt, dass in diesen Regionen das Bruttoinlandsprodukt unterhalb von 75 Prozent des EU-Durchschnitts liegt (dies betrifft 27% der EU-Bevölkerung).

Für die sogenannten Übergangsregionen stehen in dem Zeitraum 2014 bis 2020 32 Milliarden Euro zur Verfügung (hier liegt das BIP zwischen 75% und 90%, was 12% der EU-Bürger betrifft).

Die stärker entwickelten Regionen der EU werden etwa 49 Milliarden erhalten (BIP > 90%, 61% der Bürger). Die deutschen Regionen gehören überwiegend dieser 3. Kategorie an, einzig die neuen Bundesländer (mit Ausnahme von Leipzig) und die Region Lüneburg zählen zu den Übergangsregionen. In der kommenden Förderperiode wird Deutschland für den Zeitraum 2014 bis 2020 19,3 Milliarden Euro erhalten, wovon 8,5 Milliarden Euro an die weiter entwickelten Regionen fließen.

 
 
Startseite     Sitemap     Impressum     Kontakt